Der Jakobi-Markt gehört zu den ältesten Traditionsveranstaltung im Rietberger Land. Seit 1665 treffen sich die Markthändler in Mastholte. Auch wenn heute keine Pferde mehr gehandelt werden, so hat der Jakobi-Markt und der Zigeuner-Ball seinen Reiz für die Besucher nicht verloren. Die bunte Mischung aus Krammarkt und Kirmes wird von früh morgens bis zum Nachmittag wieder tausende Besucher in das sonst so beschauliche Dorf locken. Der Heimatverein Mastholte eröffnet das zweitägige Treiben am Dienstag, 21. Juli, mit der Markteröffnung um 19 Uhr am frisch renoviertem Heimathaus im Schatten der St. Jakobus-Kirche.
Dienstag, 21. Juli 2026
Vor dem Heimathaus wird Vorsitzenden Franz-Josef Johannesmeier die Begrüßung vornehmen. Die Markterföffnung wird von Bürgermeister Andreas Sunder um 19:00 Uhr durchgeführt. Die Ehrengäste und die Besucher werden ab 18:30 Uhr musikalisch vom Musikverein Mastholte unterhalten. Die Lippstädter Straße im Ortskern ist gesperrt und in den Gaststätten herrscht am Abend vor dem Markt ein reges Treiben. Die ersten Kirmes- und Marktstände haben bereits geöffnet.
Die Vorarbeiten zum Jahreshöhepunkt der Heimatfreunde fangen bereits in den Tagen vor dem Treiben am historischen Fachwerkhaus an, wenn Ralf Sudahl den Steinofen im Backhaus mit Buchenholz anheizt, damit der frische Streuselkuchen und Brot westfälischer Art pünktlich zur Markeröffnung gereicht werden können. Die Bäcker stellen sich ehrenamtlich in den Dienst des Heimatvereins und backen nach altem Rezept.
Unter der Remise hat der Abiturjahrgang 2027 vom Gymnasium Nepomucenum aus Rietberg eine Weinlaube eingerichtet. Die Oberstufenschüler werden für die Gäste verschiedene Sorten an Rosé, Weißwein und Sekt bereitstellen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Weintheke sowie einladende Sitzmöglichkeiten werden in der altertümlichen Remise auf dem Heimathausgelände Platz finden.
Mittwoch, 22. Juli 2026
Am Mittwoch, 22. Juli, startet der Heimatverein Mastholte um 9 Uhr mit seinen Aktivitäten. Aus dem Backofen kommt zum Frühstück der „Deftige Jakob“. Das Brötchen mit einem Würstchen ist die westfälische Antwort auf den Hotdog. Dazu gibt es frischen Kaffee. Das Heimathaus ist geöffnet und kann besichtigt werden.
Die vor drei Jahren gegründete Archivgruppe stellt sich der Öffentlichkeit vor. Das rührige Team erfasst den Bestand an historischen Dokumenten des Vereins und ist zum digitalen Archiv von Mastholte geworden. Die historischen Bilder aus dem Ortskern, Totenzettel und Familienstammbäume verwaltet das Archiv.
In einem alten großen Topf, in dem früher auf den Bauernhöfen Speisen und Futter für Tiere vorbereitet wurden, werden Kartoffeln gekocht, die mit Kräuterquark ab 11 Uhr angeboten werden. Zur Mittagszeit ab 13 Uhr werden westfälische Püfferchen (eine Mischung aus Pfannekuchen und Pancakes mit Rosinen) vom Team um Agnes Rübbelke gebraten, die sich seit Jahren hoher Beliebtheit erfreuen.
Rund um das Heimathaus gibt es wieder vieles aus alten Zeiten zu entdecken. Dem Seiler Albert Buschherm und dem Holzschuhmacher Reinhard Ottensmann kann man bei der Ausübung Ihres Handwerks über die Schulter schauen. Zudem wird Horst Rottjakob-Stöwer das Spinnen am Spinnrad vorführen.
Für die Kinder wird auf dem Platz vor dem Heimathaus eine Strohburg aufgebaut und große Legosteine zum Spielen werden im Garten bereitstehen. Nach alter Vätersitte werden im Gemüsegarten am Heimathaus von Franz-Josef Johannesmeier Feldfrüchte angebaut. Der Garten kann an beiden Tagen besichtigt werden.
Kommt vorbei, wir freuen uns!





